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Als junge Quereinsteigerin in die SAP-Beratung

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Morgens High-Level-Kunden-Workshops, mittags debuggen mit den Entwicklern, also Fehler im System diagnostizieren und beheben, und nachmittags Systemeinstellungen in SAP vornehmen und Testszenarien bauen. So kann man sich den Arbeitsalltag von Julia Rechenberg vorstellen.  

Nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim wusste die 29-Jährige allerdings noch nicht so genau, welcher Weg der Richtige für sie ist. In ihrer ersten Anstellung bei einem Personaldienstleister merkte sie schnell, dass Personalwesen und Rekrutierung nicht das ist, was sie langfristig machen möchte. Sie wusste bis dato nur, dass es etwas mit Logistik oder Personalwesen sein wird – ihre beiden Vertiefungsfächer im Studium.  

So startete Julia 2016 bei cbs im Bereich Management Assistenz. Die Aufgaben hatten zwar nichts direkt mit meinem Studium zu tun, sie waren jedoch durchaus fordernd, lehrreich und vielseitig. Ich habe unter anderem die externen Berater der cbs betreut, deren Verträge abgeschlossen sowie deren Rechnungen bearbeitet. Als innerhalb von cbs eine Dokumentenmanagement-Software eingeführt werden sollte, war ich die Ansprechpartnerin für unsere Abteilung. Hier habe ich gemerkt, dass mir die IT-Projektarbeit sehr liegt und Spaß macht”, erklärt Julia.  

Julia interessierte sich mehr und mehr dafür, was ihre Kollegen aus der Beratungseinheit den ganzen Tag tun. So nahm sie Kontakt zu Trainees und zu Beratern auf, die auf dem gleichen Stockwerk saßen, um mehr über den Beraterjob zu erfahren. Schnell stand für sie fest:  

Julia Blogbeitrag

Ich will auch Beraterin werden

Als innerhalb von cbs eine Dokumentenmanagement Software eingeführt werden sollte, war ich die Ansprechpartnerin für unsere Abteilung. Hier habe ich gemerkt, dass mir die IT-Projektarbeit sehr liegt und Spaß macht.

Julia Rechenberg, Senior Consultant im Bereich GTS

Es dauerte nicht lange und sie bewarb sich im Bereich Außenhandelslogistik. Den Consulting Director für den Bereich Global Trade Service (GTS) kannte sie aus ihrer bisherigen Tätigkeit. Der Wechsel von einer internen Unternehmensfunktion in die Beratungseinheit stellte sich als herausfordernd, aber nicht unmöglich dar. Denn in der Folge nahm Julia am viermonatigen cbs-Traineeprogramm teil. Während der speziellen Ausbildung erlernte sie neben dem detaillierten Fachwissen im SAP-System die notwendigen Skills, die es braucht, um den Beraterjob auszuüben. Gleichzeitig hatte sie einen Mentor, der ihr bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite stand.  

In der anschließenden Einarbeitungsphase lernte sie viel von den erfahrenen Beratern und besuchte Schulungen an der SAP Academy in Walldorf. Der Job eines IT-Beraters ist extrem vielseitig. Zum einem muss man den Fachbereich des Kunden verstehen und mit ihm diskutieren können, wobei hier fachliche Vorkenntnisse kein Muss sind. Viele Modulberater sind Quereinsteiger wie Julia. Auf der anderen Seite sind ein technisches Verständnis und ein Interesse daran von Vorteil. Im Außenhandel müssen sich die Berater die Prozessketten physisch aber eben auch im System vorstellen können und den SAP-Standard und seine Grenzen kennen. Extrem wichtig sind auch Selbstorganisation sowie die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen. Es gibt im SAP-Umfeld immer Innovationen, immer wieder Einstellungen, die es neu zu erforschen gilt.  

 

Viele Modulberater sind auch Umwege gegangen 

 

Momentan etwa das große Thema S/4HANA oder der Umstieg auf das neue GTS edition for SAP HANA, auch im Fiori-Design. Daneben ist es die Kombination zwischen IT-Themen und der Beratung, die den Job interessant machen. “Mit der Zeit kennt man den SAP-Standard und seine Grenzen und hat das während der Beratung im Hinterkopf. Wie es dann aber immer so ist, liegt der Teufel im Detail und es gibt auch IT-lastige “Forschungsarbeit”, um herauszufinden, wie bestimmte Kundenanforderungen technisch umgesetzt werden können”, erklärt sie.  

Gerade arbeitet die GTS-Beraterin an einem Export Stream Lead für die GTS-Einführung beim schwäbischen Hochtechnologie-Konzern Trumpf. Dabei geht es um die Einführung der systembasierten Zollanmeldung im GTS, das heißt die Exportabwicklung in Deutschland und der Schweiz wird sequentiell in mehreren Go-Live-Wellen auf das GTS umgestellt. Hierbei wird zunächst ein Template für einige Organisationen aufgebaut, das dann in nachgelagerten Rollouts bei weiteren Trumpf-Gesellschaften implementiert wird. Die Exportabwicklung im GTS bedeutet grob, dass eine Faktura aus dem ERP die Anlage einer Zollanmeldung im GTS triggert, und diese über einen Converter an das Deutsche/Schweizer Zollsystem übertragen wird und so ein Nachrichtenaustausch stattfindet. Außerdem begleitet sie den Medizintechnik-Spezialisten Heraeus bei einem Import-Projekt, sowie das Protecting-Unternehmen UVEX bei der Integration seines EWM-Systems in das GTS-System. Hierbei liegt der Fokus stark auf dem Importprozess, da hier das EWM direkt mit dem GTS kommuniziert und bestimmte Sperren und Freigaben eingebaut werden. Zudem ist sie erste Ansprechpartnerin für Support-Themen bei Automatisierungstechnik-Hersteller ifm aus Essen.  

Julia Blog

Der Teufel liegt im Detail

Mit der Zeit kennt man den SAP Standard und seine Grenzen und hat das während der Beratung im Hinterkopf. Wie es dann aber immer so ist, liegt der Teufel im Detail und es gibt auch IT-lastige Forschungsarbeit, um herauszufinden, wie bestimmte Kundenanforderungen technisch umgesetzt werden können.

Julia Rechenberg, Senior Consultant im Bereich GTS

Für Julia war es die richtige Entscheidung diesen Weg zu gehen. An cbs schätzt sie die Hilfsbereitschaft der Kollegen, den Zusammenhalt im Team und die Chance, eben auch etwas Neues, Ungeplantes zu machen und sich weiterentwickeln zu können.  

Für die Zukunft wünscht sie sich, ”dass der Teamzusammenhalt weiterhin so super ist und ich mich auf meine Kollegen und sie sich auf mich verlassen können. Ich finde, dass die Atmosphäre innerhalb eines Projektes oder eines Teams extrem wichtig ist, damit man sich wohl fühlt – da kommen einfach die besten Ideen hervor. Außerdem möchte ich gerne weiterhin auf innovativen und fordernden Projekten dabei sein, sodass ich immer weiter dazulerne und mich fachlich sowie persönlich weiterentwickle.” 

Julia Rechenberg
Die Atmosphäre innerhalb eines Projektteams ist extrem wichtig, damit man sich wohl fühlt – so entstehen einfach die besten Ideen.
Julia Rechenberg, Senior Consultant GTS
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